Wer war Gustav Selve ?

Gustav Selve wurde am 28.02.1842 in Peddingsiepen bei Lüdenscheid geboren.

Nachdem er 1861 in das von seinem Vater geführte Unternehmen eingetreten war, wurde er 1883 Alleininhaber der Fa. Basse & Selve. 1869 wurde der Firmensitz nach Altena verlegt. 1888 wurde Gustav Selve zum Königlich Preussischen Kommerzienrat ernannt. Mit der Herstellung von Aluminiumguß wurde ein Material entwickelt, welches für Automobil-, Motorboot- und Luftschiffteile verwendet wurde.

Durch die Entwicklung von Neusilberblech für Patronenhülsen, Nickel für Münzplättchen und Messing, als Legierung von Kupfer und Zink, für Beschläge aller Art, beschäftigte die Fa. Basse und Selve bis zu 3500 Mitarbeiter.

Das Gebiet der Wohlfahrtspflege und der sozialen Lage seiner Arbeiterschaft hat im Leben Gustav Selves einen großen Raum eingenommen.

Die Schaffung von Arbeiterwohnungen, Kleinkinder- und Handarbeitsschulen, Konsum- und Badeanstalten sowie die Einrichtung eines Unterstützungsfonds für Hilfsbedürftige, sind nur einige von Gustav Selve ins Leben gerufene Einrichtungen.

Sein Wahlspruch war: Treue um Treue. Gustav Selve war ein erfindungsreicher, weitblickender und energischer Unternehmer. Er gehörte zu den bedeutendsten Großindustriellen Deutschlands vor dem Ersten Weltkrieg. 1909 verstarb Gustav Selve nach einem arbeitsreichem Leben. Seine Mitarbeiter bedankten sich mit der Errichtung eines bis heute noch gut erhaltenem Denkmals am Berg zwischen Lenne- und Rahmedetal.

Allein die vier Meter hohe Statue ist aus Bronze-Hohlguß und wiegt 1500 kg.